Der magische Wunsch-Schmetterling: Warum Teilen doppelt glücklich macht
Ein glitzernder Besucher mit einer Überraschung
Stell dir vor: Du sitzt im Garten, die Sonne kitzelt deine Nase und plötzlich landet etwas Funkelndes auf deiner Hand. Es ist ein wunderschöner Schmetterling mit Flügeln, die in allen Regenbogenfarben glitzern! Aber halt – dieser Schmetterling ist nicht wie andere Schmetterlinge. Er beginnt zu sprechen!
Mit einer Stimme, so zart wie Windspiel-Klänge, flüstert er: „Ich kann dir einen Wunsch erfüllen! Aber es gibt eine besondere Regel: Ein anderer Mensch irgendwo auf der Welt bekommt genau dasselbe geschenkt wie du!“
Wow! Was würdest du dir wünschen, wenn du weißt, dass ein Kind in einem anderen Land dasselbe bekommen würde? Einen Riesen-Eisbecher mit 20 Kugeln? Ein neues Fahrrad? Oder vielleicht etwas ganz anderes?
Doppeltes Glück: Wenn zwei Menschen sich freuen
Wenn du dir einen riesengroßen Spielplatz im Garten wünschst, würde ein anderes Kind irgendwo auch einen bekommen. Stell dir vor, wie verblüfft dieses Kind wäre! „Wo kommt der Spielplatz denn plötzlich her?“, würde es sich fragen und vor Freude hüpfen.
Das ist wie ein Glücks-Doppelpack: Nicht nur du bist glücklich, sondern noch jemand anderes auch! Zwei Kinder, die gleichzeitig vor Freude strahlen – ist das nicht ein schöner Gedanke?
Was ist Mitfreude?
Kennst du das Gefühl, wenn deine beste Freundin bei einem Fußballspiel ein Tor schießt und du dich fast genauso freust wie sie? Oder wenn dein Bruder ein tolles Zeugnis bekommt und dein Herz vor Stolz hüpft? Das nennen Kluge Köpfe Mitfreude.
Mitfreude ist, wenn wir uns freuen, weil andere sich freuen. Es ist, als wäre Freude ansteckend wie Lachen oder Gähnen! Wenn jemand in deiner Nähe lacht, musst du oft auch kichern, stimmt’s?
Die großen Fragen des Schmetterlings
Unser Wunsch-Schmetterling bringt uns zum Nachdenken. Hier sind einige Fragen, die er in unseren Köpfen zum Tanzen bringt:
- Würdest du dir etwas Größeres oder Kleineres wünschen, wenn ein Fremder dasselbe bekommt?
- Macht es einen Unterschied, ob die andere Person dein Freund ist oder jemand, den du nicht kennst?
- Gibt es Wünsche, die du lieber für dich behalten würdest?
Ein kleines Gedankenexperiment für dich
Schließe einmal deine Augen und stelle dir vor: Du hast ein leckeres Eis bekommen. Mmmmh, wie es schmeckt! Wie fühlst du dich?
Jetzt stelle dir vor: Du und dein bester Freund habt beide ein Eis bekommen und könnt zusammen schlecken und über die leckeren Sorten plappern. Fühlt sich das anders an? Vielleicht sogar noch schöner?
Warum wir uns mit anderen freuen können
In deinem Kopf gibt es winzige Helferlein, die Spiegelneuronen (Spiegel-Noi-ronen) heißen. Das Wort klingt kompliziert, aber ihre Aufgabe ist ganz einfach: Sie helfen dir, die Gefühle anderer Menschen zu verstehen und mitzufühlen.
Es ist, als hätte dein Gehirn kleine Spiegel eingebaut! Wenn du jemanden lächeln siehst, werden diese Helferlein aktiv und sagen: „Hey, da lächelt jemand! Das muss etwas Schönes sein!“ Und schon fühlst du selbst ein kleines Lächeln in dir aufsteigen.
Diese kleinen Spiegel in deinem Kopf sind wie Brücken zu anderen Menschen. Sie helfen uns, miteinander verbunden zu sein, so wie Sterne am Himmel durch unsichtbare Linien verbunden sind und Sternbilder ergeben.
Ein Beispiel aus dem Spielplatz-Leben
Denk mal an diese Situation: Du bist auf dem Spielplatz und siehst, wie ein Kind hinfällt und weint. Plötzlich fühlst du auch einen kleinen Stich im Herzen. Das sind deine Spiegelneuronen, die dir helfen, mit dem anderen Kind mitzufühlen!
Größer oder kleiner wünschen?
Was denkst du: Würdest du dir etwas ganz Besonderes und Großes wünschen, wenn du weißt, dass jemand anderes dasselbe bekommt?
Manche Kinder sagen: „Ich würde mir etwas RICHTIG Großes wünschen! Ein Baumhaus mit fünf Etagen und einer Rutsche bis zum Boden! Dann bekommt ja noch ein anderes Kind dasselbe – doppeltes Glück!“
Andere Kinder überlegen: „Vielleicht sollte ich mir wünschen, was ich wirklich brauche, nicht zu viel und nicht zu wenig. Dann bekommt der andere auch genau das Richtige.“
Was wäre, wenn…?
Was wäre, wenn der Schmetterling dir sagen würde: „Du kannst entweder einen kleinen Wunsch nur für dich haben ODER einen großen Wunsch, der auch jemand anderem hilft“?
Würdest du den kleineren Wunsch wählen, der nur für dich ist, oder den größeren, bei dem noch jemand anderes glücklich wird?
Geschichten vom Teilen
Stell dir Lena vor. Lena hat beim Bäcker die letzte Zimtschnecke bekommen. Als sie aus dem Laden kommt, sieht sie ihren Freund Tim, der traurig aussieht.
„Was ist los?“, fragt Lena.
„Ich wollte so gerne eine Zimtschnecke, aber der Bäcker hatte keine mehr“, sagt Tim.
Lena überlegt kurz und bricht dann ihre Zimtschnecke in zwei Hälften. „Hier“, sagt sie und gibt Tim die eine Hälfte. Beide beißen gleichzeitig hinein. Und merkwürdigerweise – obwohl Lena nur noch eine halbe Zimtschnecke hat – schmeckt sie ihr viel, viel besser als vorher!
Manchmal macht das Teilen Dinge süßer, als wenn man sie ganz für sich behält.
Wenn andere anders sind als wir
Was, wenn die Person, die deinen Wunsch mitbekommt, nicht nett zu anderen ist? Oder wenn sie schon ganz viele Spielsachen hat, während andere Kinder gar keine haben?
Das ist eine knifflige Frage! Aber vielleicht würde dein Wunsch dieser Person sogar helfen, freundlicher zu werden! Es ist wie ein kleines Geschenk der Freundlichkeit, das ansteckend sein könnte.
Und wenn jemand, der schon viel hat, noch mehr bekommt – vielleicht lernt diese Person dann, wie schön es ist zu teilen!
Ein Gedankenspiel: Wünsche für alle
Was wäre, wenn wir uns etwas wünschen könnten, das nicht nur uns selbst hilft, sondern vielen Menschen? Stell dir vor, du wünschst dir, dass deine Stadt einen wunderschönen Park bekommt, wo alle spielen können. Dann würde eine andere Stadt auch einen Park bekommen!
Oder wenn du dir wünschst, dass alle Kinder in deiner Schule gesundes, leckeres Essen bekommen – dann würden auch die Kinder in einer anderen Schule irgendwo auf der Welt besseres Essen bekommen! Das wäre doch toll, oder?
Die Magie der Verbundenheit
Können wir vollständig glücklich sein, wenn wir wissen, dass andere Menschen unglücklich sind? Das ist eine große Frage für kleine und große Denker!
Wenn wir wirklich mit anderen verbunden sind – durch unsere Spiegelneuronen und unsere Herzen – dann fühlen wir immer ein bisschen mit anderen mit. Es ist schwer, eine ganze Tafel Schokolade zu genießen, wenn man weiß, dass jemand neben einem hungrig ist.
Vielleicht ist das der Grund, warum es sich so gut anfühlt, anderen zu helfen und zu teilen. Weil wir alle miteinander verbunden sind, wie Sterne in einer großen Himmelsdecke!
Was würdest DU dem Wunsch-Schmetterling sagen?
Stell dir vor, der glitzernde Wunsch-Schmetterling landet heute auf DEINER Hand! Was würdest du dir wünschen, wenn du weißt, dass ein anderer Mensch irgendwo auf der Welt dasselbe bekommen würde?
Vielleicht kannst du mit deinen Freunden oder deiner Familie darüber sprechen! Stell dir vor, wie sich die Person fühlen würde, die deinen Wunsch auch bekommt. Vielleicht ein Kind in einem anderen Land, das eine andere Sprache spricht, aber genauso lachen und spielen kann wie du.
Denk daran: Jeder kleine Moment des Teilens kann wie ein Wunsch-Schmetterling sein, der Freude verbreitet! Und geteilte Freude ist doppelte Freude!
Ein letzter Schmetterlingsgedanke
Vielleicht weiß der Wunsch-Schmetterling etwas, das wir erst lernen müssen: Dass die schönsten Wünsche solche sind, die wir mit anderen teilen können. Denn dann verdoppelt sich nicht nur der Wunsch – sondern auch das Glück!